Warum ich Stunden auf einem Flughafen verbrachte...

…nur um dann doch in Berlin zu bleiben.

Schnellen Schrittes eilt der ältere Herr zum Boarding-Schalter. Schon von weitem wedelt er mit seiner Bordkarte. Als er den Schalter kurze Zeit später erreicht, fährt vor dem Fenster ein Flieger auf die Rollbahn. Die Dame am Schalter meint lachend: „Leider zu spät“ und nimmt das Ticket. Der vermeintliche Fluggast stimmt in das Lachen ein – noch herrscht Probebetrieb am neuen Berliner Flughafen BER.

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Susanne Schreiber | 07.02.2012

Die Black Box bringt Licht ins Dunkel

Wo der Kalte Krieg (be)greifbar wird

Checkpoint Charlie, Gedenkstätte an der Berliner Mauer, Tränenpalast. Braucht Berlin wirklich noch eine Ausstellung über den Kalten Krieg? Das frage ich mich auf dem Weg zur Vorbesichtigung der Black Box - einer Ausstellung zu eben diesem Thema, die voraussichtlich Mitte des Jahres eröffnen wird.

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vgurzhy | 30.01.2012

Von Pong, Pac Man und Pixeln

Im Computerspielemuseum auf Zeitreise durch die digitale Kulturgeschichte

Sonntags spiele ich gerne „Monopoly“. Für ein paar schnelle Würfel bei „Mensch ärgere dich nicht“ und eine Partie „Scrabble“ bin ich eigentlich auch immer zu haben, oder wie wäre es mit „Mau Mau“? Einziges Problem ist der Mangel an Mitspielern: Als Reaktion auf meine Spielvorschläge ernte ich in der Regel nur ungläubige Blicke und schiefe Augenbrauen – der Retro-Trend für analoge Gesellschaftspiele ist in meinem Berliner Freundeskreis scheinbar noch nicht angekommen...

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Nadja Reusch | 25.01.2012

In Berlin gibt es nichts, was es nicht gibt

Beim Fish-Spa im Fußfetifisch werden Füße und Fische glücklich

Palermo, Buenos Aires Ich drücke mir die Nase an einem Ladenfenster platt und kann nicht glauben, was ich da sehe: Fisch isst Fuß! Da sitzen Touristen, halten ihre Füße in ein Becken und lassen sich von kleinen Fischen am Fuß rumknabbern. Das muss wohl eine dieser südamerikanische Eigenheiten sein. Wo sonst auf der Welt sollte es so etwas geben?

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Karin Willms | 06.01.2012

32 Marmor-Figurengruppen & eine Beton-Luise

Berlins verschwundene Denkmäler werden in der Zitadelle Spandau auf ihr Comeback vorbereitet

Königin Luise von Preußen wirkt ein wenig traurig. Wie sie da so steht, ihren Gemahl Friedrich Wilhelm III. im Rücken und den Alten Fritz zu ihrer Rechten, scheint es, als ahne sie etwas. Vielleicht ein nahendes Lebewohl. Denn die schöne, marmorne Statue wird das Proviantmagazin der Zitadelle Spandau bald verlassen und in den Berliner Tiergarten zurückkehren. Dort steht eine stark beschädigte Betonkopie, die dringend ausgetauscht werden muss. Luise nimmt diesen Platz ein, ihr verwittertes Double reist zum Wilhelm-Original nach Spandau.

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Susan Steudtemann | 19.12.2011

Gefühlsachterbahn durch die Geschichte

So emotional kann ein Besuch im Jüdischen Museum sein

Mitten in Berlin begebe ich mich auf die Spuren deutsch-jüdischer Geschichte. Die beste Adresse dafür ist zweifellos das Jüdische Museum. Auf dem Weg dorthin sind mir schlagartig die Daten präsent. Am 30. Januar 1933 wurde Hitler zum Reichskanzler gewählt. Der Zweite Weltkrieg begann am 1. September 1939 und hielt bis zur Kapitulation Deutschlands am 9. Mai 1945 an. Eines ist sicher: Mein Geschichtslehrer wäre stolz auf mich, wenn er die ersten Zeilen dieses Blogeintrags lesen würde.

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Christin Lübke | 09.12.2011

Berlins wilde Seite

Wo sich Kanzleramtsfuchs und Tiefgaragenwaschbär „Gute Nacht“ sagen

Fühlen Sie sich auch manchmal beobachtet? Bohren sich Augen in Ihren Rücken, aber wenn Sie sich umdrehen ist niemand da? Glauben Sie mir: Es ist jemand da. Er ist nur gut versteckt. Vielleicht im Gebüsch oder auf einem Baum. Dort sitzt er dann und schaut und hofft – vielleicht, dass Sie verschwinden oder einen Leckerbissen fallenlassen. Sie glauben mir nicht? Nun, ich kann Ihnen gern mal den Vogel zeigen…!

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Susan Steudtemann | 24.11.2011

Vom Muskel-Adolf bis zum vollen Ernst

Mit der Videobustour unterwegs auf den Spuren des Verbrechens

Das gelbe Backsteinhaus in der Hannoverschen Straße 6 wirkt beschaulich. Die Pflanzen vor dem Haus tragen herbstbunt, eine letzte Rose steht in voller Blüte. Nichts weist darauf hin, dass hinter der Eingangstür der Tod daheim ist. Bis 1931 war hier das polizeiliche Leichenschauhaus untergebracht. Ob Wasserleiche, Mordopfer oder Kältetoter – Unbekannte wurden hier jeweils drei Tage lang – gut gekühlt in ammoniakhaltiger Luft – zur Identifikation ausgestellt.

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Susanne Schreiber | 11.11.2011

Let´s do the time warp again...

Zwei Berlin-Bloggerinnen bei ihrer ersten gemeinsamen Rocky Horror Show

„Verkleidest Du Dich?“ „Eigentlich wollte ich mir mein Gesicht weiß schminken, aber ich glaube, mit meinen Augenringen passt das auch so ganz gut.“ „Mein Teint geht auch, dank Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor 40. Hast Du ein Korsett?“ „Nö, nur so ein kleines weißes Schürzchen. Strapse hab ich auch keine. Wollte ich aber schon immer mal probieren!“ „Mir stehen sie nicht.“ Diesen Dialog gab es wirklich. Vielleicht nicht genau so.

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Julia Pfaff | 08.11.2011

Wozu Piranhas, wenn es Berlin gibt?

Berlin-Bloggerin Karin Willms meldet sich aus Südamerika

Unsere liebe Kollegin und leidenschaftliche Berlin-Bloggerin Karin Willms reist derzeit durch Südamerika. Sie fischt dort Piranhas, friert beim Campen auf dem dritthöchsten Berg Boliviens in vier Paar Socken oder kaut gelassen Cocablätter. Obwohl sie fern der Heimat ist: So ganz lässt Berlin sie nicht los. Hier ein Auszug aus ihrem Reisebericht:

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Karin Willms | 31.10.2011
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