Treptow-Köpenick: Wo Berlin zum Baden geht

Treptow Köpenick c Philip Koschel

Treptow Köpenick c Philip Koschel

 

Das traditionsreiche Treptow-Köpenick ist Berlins Wassersportparadies und punktet dazu mit Nachtleben, junger Kultur und Familienangeboten. Unser Tipp: Mit dem Rad vom Treptower Park zur Altstadt Köpenick: mal sportlich, mal entspannt vorbei an Industriedenkmälern und Schlössern bis hinein in Berlins grünen Südosten.

Die Radtour startet an Berlins größter Picknickwiese am Wasser, dem Treptower Park. Hier kann man an der Uferpromenade Wasserflugzeuge und Tretboote entdecken. Nach wenigen hundert Metern passiert man den Rosengarten, über 100 Arten sind hier zu sehen. Nun überquert man die Puschkinallee und erreicht das Herz des Treptower Parks: das sowjetische Ehrenmal, eingegrenzt von Bäumen, gepflegtem Rasen, weißen Treppen und Grabsteinen entlang beider Seiten. Die von 1946 bis 1948 erbaute Anlage ist mit 100.000 Quadratmetern die größte ihrer Art in ganz Deutschland und ist zugleich Friedhof für über 5.000 sowjetische Soldaten.

In unmittelbarer Nähe befindet sich die historische Archenhold-Sternwarte. Eine Brücke führt hinüber zur „Insel der Jugend“, die den Gast im Sommer mit Open-Air-Musik und Biergarten verwöhnt. Weiter geht es auf der Straße Alt-Treptow und dann nach wenigen Metern links in die Bulgarische Straße. Hier empfiehlt sich eine erste Kaffeepause an der Anlegestelle an der Spree. Der Weg führt durch den Plänterwald zur Baumschulenstraße. Von hier mit der Fähre oder später über die
Stubenrauchbrücke überquert man die Spree und radelt dann durch die grüne Wuhlheide – zum Freibad und dem FEZ, einem Paradies für Familien.

Von hier ist es nicht mehr weit zum Rathaus und Wasserschloss in der Köpenicker Altstadt. Die Gauner-Geschichten des Hauptmanns von Köpenick werden regelmäßig im Ratssaal erzählt – natürlich mit original Berliner Schnauze.

Weitere Tipps:

Fischerkiez

Der ehemalige Fischerkiez ist heute eine verträumte Straße. Die schön restaurierten einstöckigen Häuser erinnern an das ursprüngliche Fischerdorf aus
dem 19. Jahrhundert. Zwei kleine Gassen führen direkt zum Fluss.

Anna Seghers Dichterwerkstatt

„Seghers-Radvanyi“ steht an der Haustür – Das Namensschild weist den Weg zur Wohnung und Dichterwerkstatt der Schriftstellerin Anna Seghers, die mit komplettem
Mobiliar aus den 1950er- Jahren als Gedenkstätte erhalten ist.

Sehen Sie sich in den Berliner Kiezen um. Weitere Kieztipps können Sie hier bestellen.

 
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Über diesen Autor

Susanne Schreiber

und Berlin verbindet eine gemeinsame Biographie über viele Jahre hinweg. Enge Kindheit zwischen grauen Mauern, durchtanzte Jugendjahre in Hinterhöfen und -kellern – und seit einigen Jahren entspannte Weltläufigkeit. Heimat heißt für sie zudem Herz mit Schnauze am Rand von Pankow. Auch wenn ihr die jahrelange Erfahrung sagt, dass es in Berlin eigentlich nichts gibt, was es nicht gibt, lässt sie sich immer wieder aufs Neue überraschen.

 

Ihre Meinung zu Treptow-Köpenick: Wo Berlin zum Baden geht

Kommentare

  • alexAntworten

    Hallo Susanne,

    Falls du dich fragst wo du noch so baden gehen kannst? Eine Übersicht über Berliner Badestellen und Freibäder habe ich hier zusammengetragen.

    http://berliner-badestellen.de

     
    01/06/2014 | 14:39
    • Susanne SchreiberAntworten

      Da kann der Sommer ja kommen.

       
      02/06/2014 | 11:14
  • MelAntworten

    Meine Heimat und für mich der schönste Bezirk Berlins!!!!

     
    28/05/2014 | 23:44