Die Berlinale ist eröffnet

Internationale Filmfestspiele Berlin, Foto: Karsten Thielker

Internationale Filmfestspiele Berlin, Foto: Karsten Thielker

 

Gestern Abend hob sich endlich der Vorhang! Mit einer großen Gala begannen die 67. Internationalen Filmfestspiele – und mit einem weißem Elefanten im Raum.Auch wenn der Name Trump kaum genannt wurde, so bezogen sich doch die Reden immer wieder auf die aktuelle politische Situation und die Rolle, welche der Kunst, dem Film, zukommt.

Der Eröffnungsfilm Django erzählt von Kunst und Künstlersein im Angesicht des Faschismus. 1943, Paris ist von den Deutschen besetzt. Die Sinti werden verfolgt, doch Musiker Django Reinhardt glaubt sich als populärer Gitarrist vor Repressalien geschützt. Lange verschließt er die Augen vor der tatsächlichen Situation.

Er soll sogar eine Tournee in Deutschland geben, entschließt sich aber zur Flucht in die Schweiz. An der Grenze sind jedoch die Fluchtwege bereits geschlossen. Django und seine Familie sehen sich immer weiteren Verfolgungen ausgesetzt.

Mit einem schwungvollen Konzert, bei dem die Musik dem Publikum in die Füße fährt (auf der Leinwand und im Kinosaal), beginnt der Film. Mit der Flucht und dem Warten in dem Grenzort verliert der Film etwas an Schwung bevor er einem bewegenden Finale endet.

Den ersten großen Beifall gab es dann schon vor dem Film. Dieter Kosslick mit dem Regisseur Etienne Comar  und den Hauptdarstellern Reda Kateb und Cécile de France auf die Bühne im Friedrichstadt-Palast kam und das Publikum dort begrüßte.

Und jetzt freuen wir uns auf 10 Tage voller weiterer Filme, die uns zum Nachdenken, Hinterfragen und Träumen einladen. Wie sagt Django so schön: „Lass uns ins Kino gehen und träumen“.

 
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Über diesen Autor

Kristin Buller

ist Content-Redakteurin bei visitBerlin und leidenschaftliche Berlinale-Gängerin. Schon 1990 hat es ihr der Film Conte d'Eté von Eric Rohmer angetan – seither hat sie nur ein einziges Mal das Filmfestival verpasst. Am meisten freut sie sich auf asiatische Filme und hat ein Faible für Stummfilme und Screwball Comedies (daher oft in der Retro). Kristin schreibt über die Filmmetropole Berlin – die Großstadt vor und hinter den Kulissen.

 

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