T2 – Trainspotting Lust for life - immer noch

Berlinale (c) Internationale Filmfestspiele Berlin

Berlinale (c) Internationale Filmfestspiele Berlin

 

Mit Sicherheit einer der am meisten erwartesten Filme auf der Berlinale kam gleich am Anfang des Festivals.

Ich war auf jeden Fall sehr gespannt, hatte doch Trainspotting wie kaum ein Film den damaligen Zeitgeist eingefangen und den Soundtrack für jene Zeit und das Lebensgefühl geliefert. Wie soll da eine Fortsetzung möglich sein, die nicht nur einfach sich selbst zitiert oder lieb-gewonnene Personen schnöde verrät?

T2 Trainspotting © Sony Pictures Releasing GmbH

T2 Trainspotting © Sony Pictures Releasing GmbH

Und das Wunderbare war, dass T2 – Trainspotting es schafft, sich selbst, den Figuren und der Geschichte treu zu bleiben ohne in einem müden Hangover-mäßigen Nacherzählen derselben Geschichte zu enden. Der Zeitgeist ist zwar der Nostalgie gewichen. Renton, Sick Boy, Spud und Begby sind 20 Jahre gealtert und blicken nun als Mittvierziger auf ihre Jugend, ihr Leben und all die verpassten Chancen zurück. Ein Tourist in seiner eigenen Jugend sei er, wirft Simon (immer noch in Iggy-Pop-Blond)  dem nach Edinburgh zurückgekehrten Renton vor.

Rentons Verrat am Ende von Trainspotting ist der Aufhänger für die temporeiche Komödie, die genug schräge Momente aufweist, um auch ein neues Publikum zu fesseln.

Und am Ende blieb dann nur die Frage: Hole ich mir den neuen Soundtrack oder suche ich den alten wieder raus?

 
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Über diesen Autor

Kristin Buller

ist Content-Redakteurin bei visitBerlin und leidenschaftliche Berlinale-Gängerin. Schon 1990 hat es ihr der Film Conte d'Eté von Eric Rohmer angetan – seither hat sie nur ein einziges Mal das Filmfestival verpasst. Am meisten freut sie sich auf asiatische Filme und hat ein Faible für Stummfilme und Screwball Comedies (daher oft in der Retro). Kristin schreibt über die Filmmetropole Berlin – die Großstadt vor und hinter den Kulissen.

 

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