Viceroy’s House

Berlinalepalast (c) visitberlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Berlinalepalast (c) visitberlin, Foto: Wolfgang Scholvien

 

Upstairs, downstairs in Indien. Wie die Serien Das Haus am Eaton Place und Downton Abbey verschränkt der Film Viceroy’s House die Geschichten der Dienerschaft und der Herrschaften in einem Haus.

Viceroy’s House, Kerry Monteen © Bend It Films / Pathé

Viceroy’s House, Kerry Monteen © Bend It Films / Pathé

Das Haus ist in diesem Fall ein Palast mit rund 500 Dienern: Der Palast der letzten Vizekönigs von Indien, der das Land in die Unabhängigkeit führen soll. Hugh Bonneville, der in der Pressekonferenz selber über die Bandbreite seiner Rollen witzelte, spielt Lord Mountbatton ähnlich wie seinen Earl Grantham. Um weitere Massaker zu verhindern, treibt er die Trennung des Lanndes in Indien und Pakistan voran, nur um dann zu erkennen, dass er nur eine Marionette im ganz großen Spiel der englischen Regierung ist. Die Konflikte zwischen Hindus, Sikhs und Moslems werden auf Ebene der Dienerschaft verhandelt und mit einer Liebensgeschichte verknüpft.

Am Ende fehlt dem Film ein wenig der ganz große Atem, um nachhaltig zu begeistern. Dem Thema in seiner ganzen Komplexität kann er nicht gerecht werden.

 
Diesen Artikel bewerten:
12345
Ø 0,00/0
 

Über diesen Autor

Kristin Buller

ist Content-Redakteurin bei visitBerlin und leidenschaftliche Berlinale-Gängerin. Schon 1990 hat es ihr der Film Conte d'Eté von Eric Rohmer angetan – seither hat sie nur ein einziges Mal das Filmfestival verpasst. Am meisten freut sie sich auf asiatische Filme und hat ein Faible für Stummfilme und Screwball Comedies (daher oft in der Retro). Kristin schreibt über die Filmmetropole Berlin – die Großstadt vor und hinter den Kulissen.

 

Ihre Meinung zu Viceroy’s House

Kommentare

  • Keine Kommentare