Maudie

Friedrichstadt-Palast, Foto: Karsten Thielker

Friedrichstadt-Palast, Foto: Karsten Thielker

 

In der Berlinale Special Gala in Friedrichstadt-Palast lief am Mittwoch Maudie mit Sally Hawkins und Ethan Hawke. Beide Schauspieler verbindet viel mit der Berlinale: Sally Hawkins hat hier ihren Durchbruch mit Happy-go-Lucky gefeiert, Ethans Hawkes Midnight-Reihe lief ebenfalls auf dem Festival. Leider war Hawke wegen Dreharbeiten verhindert, so wurden am Ende des Abends nur Sally Hawkins und Regisseurin Aisling Walsh frenetisch vom Publikum gefeiert.

Der Film, ein klassisches Biopic, erzählt die Geschichte der kanadischen naiven Malerin Maude Lewis. Da sie an schwerer Arthritis leidend, wird Maude von ihrer Familie als unfähig betrachtet, ein eigenständiges Leben zu führen. Dennoch entschließt sie sich als Haushälterin zu dem mürrischen Fischhändler Everett in dessen winzige Hütte zu ziehen. Aus dem beiden wird ein Paar, und Maudes naive Bilder finden immer mehr Absatz. Immer bunter wird auch die Hütte, die Maude mit Blumen, Vögeln und Schmetterlingen verziert.

Vor allem Sally Hawkins Performance als Maude trägt den Film und hebt ihn aus der Reihe der konventionellen Biopics heraus. Sie spielt Maude mit leiser Ironie und stiller Autorität, die sie dem grantigen unzugänglichen  Ehemann entgegensetzt.

 

 
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Über diesen Autor

Kristin Buller

ist Content-Redakteurin bei visitBerlin und leidenschaftliche Berlinale-Gängerin. Schon 1990 hat es ihr der Film Conte d'Eté von Eric Rohmer angetan – seither hat sie nur ein einziges Mal das Filmfestival verpasst. Am meisten freut sie sich auf asiatische Filme und hat ein Faible für Stummfilme und Screwball Comedies (daher oft in der Retro). Kristin schreibt über die Filmmetropole Berlin – die Großstadt vor und hinter den Kulissen.

 

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