Steglitz-Zehlendorf:

Lichterfelde-West © visitBerlin Doreen Himsl

Lichterfelde-West © visitBerlin Doreen Himsl

 

Villenpracht und Landhausglanz: Im Villenviertel Lichterfelde West treffen toskanische Villen auf mittelalterliche Burgen und englische Landhäuser.

Schon im 19. Jahrhundert träumten Berliner Großbürger vom zentrumsnahen Wohnen im Grünen. Verwirklicht wurde dieser Traum in der Villenkolonie Lichterfelde West in Steglitz, die wie eine beschauliche Insel im Meer der hektischen Großstadt liegt. Ein Spaziergang durch das Viertel führt entlang toskanischer Landhäuser, wuchtiger Gebäude mit mittelalterlichen Spitzbögen und Ziehbrücken und Villen, die sich mit Spitzgiebeln und Türmchen zieren. Schon damals sorgte eine Stadtbahn für den schnellen und bequemen Anschluss ans Zentrum.

Der passende Startpunkt für einen Rundgang durchs Viertel ist der S-Bahnhof Lichterfelde West. Vorbei an dem farbenfrohen, mit religiösen Motiven bemalten Emisch-Haus und der Villa Holzhüter im toskanischen Villenstil gelangt man in die Kommandantenstraße mit ihren zahlreichen prachtvollen Villen. An der Ecke Friedrichstraße fällt dem Spaziergänger das Rother-Stift aus rotem Backstein ins Auge. Für die Villensiedlung gab es architektonische Vorgaben, die dem Geschmack der wilhelminischen Zeit entsprechend Motive aus früheren Epochen aufnahmen und miteinander mischten. So kann man im Weddigenweg und der Paulinenstraße Villen im burgenartigen Tudor-Stil mit nachgeahmten Zugbrücken, Zinnen und Türmen bestaunen.

Auch der Kadettenweg, der zum S-Bahnhof Lichterfelde West zurückführt, ist gesäumt von eleganten Villen und Landhäusern, die diesem Viertel sein unverwechselbares Gesicht geben.

Insider-Tipps für Steglitz-Zehlendorf

Stadtbad Steglitz: Im Stadtbad Steglitz kann man heute nicht mehr schwimmen. Statt dessen gibt es hier Konzerte, Ausstellungen und Lesungen in maritimem Ambiente.

Liebermann-Villa: Das Sommerhaus Max Liebermanns und sein Garten am Wannsee. Nach der denkmalgerechten Wiederherstellung wurde das Haus 2006 als Museum für das Publikum geöffnet. Auf der Terrasse des Hauses kann man den Blick über Garten und See schweifen lassen und bei Köstlichkeiten aus dem Café Max die spezielle Atmosphäre von Max Liebermanns „Schloss am See“ genießen.

 

Liebermann Villa © Max Liebermann Gesellschaft Berlin

Liebermann Villa © Max Liebermann Gesellschaft Berlin

 

 

 
Diesen Artikel bewerten:
12345 (10 votes, average: 2,50 out of 5)
 

Über diesen Autor

Susanne Schreiber

und Berlin verbindet eine gemeinsame Biographie über viele Jahre hinweg. Enge Kindheit zwischen grauen Mauern, durchtanzte Jugendjahre in Hinterhöfen und -kellern – und seit einigen Jahren entspannte Weltläufigkeit. Heimat heißt für sie zudem Herz mit Schnauze am Rand von Pankow. Auch wenn ihr die jahrelange Erfahrung sagt, dass es in Berlin eigentlich nichts gibt, was es nicht gibt, lässt sie sich immer wieder aufs Neue überraschen.

 

Ihre Meinung zu Steglitz-Zehlendorf:

Kommentare

  • Horst BogomilAntworten

    Zehlendorf
    Laehrscher Jagdweg 1 meine Alte Heimat, Besuch och gerne u. oftmals.

     
    01/11/2015 | 10:24