Mauerfall-Wochenende. Die 11 schönsten Momente

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Bürgerfest © visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

 

Die Lichtgrenze ist Geschichte, so wie es die Mauer schon seit 25 Jahren ist. Das Wochenende hat Berlin noch einmal in eine Stimmung versetzt, die ähnlich aufgeregend war, wie am 9. November 1989. Gemeinschaftlich haben wir uns erinnert und wir haben neue Erinnerungen gesammelt. Hier sind unsere schönsten Momente rund um den 9. November 2014.

Die Lichtgrenze wird aufgebaut

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Schwedter Straße © Anna Bockhoff

Welch ein logistischer Aufwand hinter der Idee von Christopher und Marc Bauder steckt, zeigt sich bereits Tage vor dem Jubiläums-Wochenende beim Aufbau der Lichtgrenze. Die Installation der beiden Brüder soll die jahrzehntelange Teilung Berlins wieder ins Gedächtnis rufen. Gleichzeitig ist die „Mauer aus Licht“ Symbol der Kerzen während der friedlichen Revolution. -> Zum Video!

Gespräche auf der Bösebrücke

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Bösebrücke © Susanne Schreiber

Vor dem 9. November 1989 fuhren unter der Bornholmer Brücke die Bahnen, geteilt in Ost und West. Bis dahin war die Brücke unpassierbar und immer leer. 1989 war sie der erste Ort, an dem die Grenze aufging. Am Eröffnungsabend der Lichtgrenze treffen sich hier wildfremde Menschen und kommen miteinander ins Gespräch. Ein Mann hat seinen DDR-Pass dabei und zeigt Stempel von den verschiedenen Grenzübergängen, ein weiterer hat Zeitungen von damals dabei. Und so scheint unter der Lichtgrenze heute Abend für einen Moment die Vergangenheit auf.

Flaniermeile an der Lichtgrenze

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Schwedter Steg © visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

Samstag, 8. November 2014, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Tausende Berliner und Besucher sind auf den Beinen und spazieren an der Lichtgrenze entlang. Viele sind mit dem Fahrrad unterwegs, auch Jogger trifft man auf der 15 Kilometer-Runde. Das meistverwendete Wort des Tages: „Damals“.

Mit Schwung über die Mauer

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Trampolin-Künstler an der East Side Gallery © Catrin Linde

Ohne Netz und doppelten Boden haben sich an der East Side Gallery einige Jugendliche zusammengefunden, um unter dem Jubel der Zuschauer mit Schwung und dem ein oder anderen Salto über die Mauer zu springen. Die Landung auf der anderen Seite wurde durch einen Turm dicker Matten abgefedert. „Wenn es mal so einfach gewesen wäre …“ war der Kommentar eines begeistert applaudierenden Zuschauers.

An der Gedenkstätte Berliner Mauer

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Gedenkstätte Berliner Mauer © Anna Bockhoff

Wie erklär ich es meinem Kinde? Wie die Erinnerung an die Mauer an die nächste Generation weitergeben? Am ehesten bei einem Besuch der Gedenkstätte an der Bernauer Straße. Hier ist zu sehen, was sonst nirgendwo mehr zu sehen ist: Stacheldraht, Wachtürme, Todesstreifen. Die Großen sind berührt, die Kleinen tollen herum. Ein paar Meter weiter eine Leinwand, auf der Bilder vom Mauerfall laufen. Viele Erwachsene stehen mit feuchten Augen davor. Ein Achtjähriger schaut aufmerksam zu und bemerkt dann: „Jetzt kann ich mir vorstellen, dass in Berlin etwas Großes passiert ist.“

Berlin von oben

Berlin von oben

Berlin von oben © Susanne Schreiber

Wer von oben auf die Stadt schaut, sieht keine Grenzen mehr – nur ein Lichtermeer. Und die Lichtgrenze erscheint im großteils gelben Meer der Straßenbeleuchtung wie ein dünner weißer Faden. Erstaunlich, wie verschachtelt die Grenze verlief. -> Zum Video!

Wünsche aus Südkorea

Kapelle-Ufer © visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

Kapelle-Ufer © visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

Am Kapelle-Ufer stehen mehrere Koreanerinnen. Die Verständigung ist schwierig. Sie sind  für das Jubiläum extra aus Südkorea angereist und erinnern uns daran, dass es immer noch Mauern in der Welt gibt.

Sprechchöre am Reichstag

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Lichtgrenze Reichstag © visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

Seit 18 Uhr strömen die Menschen zur Lichtgrenze. Am Spreeufer hinter dem Reichstag haben sich viele versammelt, denn hier sind die Ballons auf beiden Seiten der Spree zu sehen. Kurz nach 19.00 Uhr wird die Sicht versperrt – von einem Schiff, das mitten auf der Spree hält. Erst Pfiffe und dann – wie damals – laute Sprechchöre mit etwas anderem Inhalt:  „Das Schiff muss weg.“ An anderen Orten skandieren die Besucher beim Warten auf den Ballon-Aufstieg übrigens das Original: „Die Mauer muss weg“.

Die Luftballons fliegen

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Ballons fliegen los © visitBerlin, Foto: Dirk Mathesius

In den Abendstunden haben sich hunderttausende Menschen entlang der Lichtgrenze versammelt, um dem Ballon-Aufstieg zuzusehen. Manche haben Sekt mitgebracht, viele Familien mit Kindern sind unterwegs. Gegen halb acht ist es soweit. Am Brandenburger Tor steigen die ersten Ballons in die Höhe, dann setzt sich die Reihe Ballon für Ballon fort. Die Lichtgrenze verschwindet im Berliner Nachthimmel. -> Zum Video!

Nachtwanderung

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Lichtgrenze Mauerpark © Anna Bockhoff

Berlin drei Uhr morgens. Normalerweise sind jetzt nur noch unermüdliche Partygänger unterwegs. An diesem Wochenende ist das anders. Ob an der East Side Gallery, im Regierungsviertel oder am Potsdamer Platz: Immer noch sind Unzählige an der Lichtgrenze unterwegs und genießen die besondere Atmosphäre in der Stadt.

Mut zur Freiheit – Party am Brandenburger Tor

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Bürgerfest am Brandenburger Tor © Dirk Mathesius

Am Brandenburger Tor feierten mehrere hunderttausend Menschen zusammen den 25. Jahrestag des Mauerfalls. Lasershow, Feuerwerk und musikalische Beiträge von Stars wie Peter Gabriel, Udo Lindenberg, den Fantastischen Vier und Paul Kalkbrenner waren teil des großen Bürgerfests. -> Zum Video!

In bester Erinnerung: Susanne Schreiber, Catrin Linde & Anna Bockhoff

 
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