Top 11 Filmkulissen in Berlin

DON 2 am Alexanderplatz (c) Shamrock

DON 2 am Alexanderplatz (c) Shamrock

 

Wo wurde welcher Film gedreht? Gibt es das Restaurant von Herrn Lehmann wirklich oder stand es im Studio? Seit wann fährt man über die Oberbaumbrücke, um vom Adlon zum Flughafen Tegel zu kommen?
Filmfans wie ich sind eigentlich ständig damit beschäftigt, die Realität mit den Illusionen der Traumfabriken abzugleichen. New York ist ein Spiegelbild aus hunderten von Filmen, Paris eigentlich schwarz-weiß, und in London wabert der Nebel. Und Berlin?
In Berlin wurden zahlreiche Filme gedreht. Manche wurden zu unsterblichen Klassikern, andere sind zu Recht dem Vergessen anheimgefallen. Hier eine kleine Auswahl an Orten, an denen Filmgeschichte geschrieben wurde.

  • Oberbaumbrücke

Hier rannte schon Lola lang, als sie versuchte, das Geld für ihren Freund rechtzeitig aufzutreiben. Zwar ist Lolas Weg im Zickzack durch verschiedene Bezirke für jeden Berliner ziemlich merkwürdig, aber die rot-geklinkerte Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg ist schon ein spektakuläres Setting. Das fanden wohl auch die Macher von „Unknown“, als sie das Taxi mit Diane Kruger und Liam Neeson von der Oberbaumbrücke in die Spree stürzen ließen.

  • Zoologischer Garten / Friedrichstraße

Meine Lieblingsszene in „The Bourne Supremacy“: Jason Bourne wird verfolgt, er läuft von der Kantstraße zum Zoologischen Garten und rennt plötzlich über die Brücke der S-Bahnstation Friedrichsstraße. Wie hat er nur die ganzen Kilometer in einem einzigen Schnitt überwunden?

  • Alexanderplatz

Bollywood in Berlin: Der indische Superstar Shah Rukh Khan drehte seine Gangsterballade „Don 2“ in Berlin. Highlight ist Dons Sturz vom Dach des Park Inn Hotels am Alexanderplatz, wobei Don von einem Seil gehalten wird und so seinen Verfolgern entkommt. Wer mag, kann Dons Stunt nachstellen und sich bei einem Base Fly in die Tiefe stürzen.

  • Checkpoint Charlie

Zahlreiche Agentenfilme spielen in Berlin – und natürlich war auch schon der Agent seiner Majestät  James Bond in der Stadt unterwegs. In der Eröffnungsszene von „Octopussy“ reist er am Checkpoint Charlie in die DDR ein.

  • Brandenburger Tor

„One, two, three“ – der unverwüstliche Klassiker von 1961  hatte eine wichtige Szene am Brandenburger Tor. Allerdings musste dies im Studio nachgebaut werden, denn der Mauerbau machte Dreharbeiten direkt am Tor ganz plötzlich unmöglich.

  • Glienicker Brücke

Gut, der Film „St James Place“ von Steven Spielberg mit Tom Hanks in der Hauptrolle ist noch nicht angelaufen, aber auf der Glienicker Brücke haben die Dreharbeiten bereits stattgefunden. Und sogar die Kanzlerin besuchte die Crew am Set.

  • Staatsbibliothek

Hier haben sie die Lesenden beobachtet und ihre Gedanken wie ein unermüdlich-flüsternden Strom an sich vorbei ziehen lassen: Die Engel aus „Der Himmel über Berlin“ in der Staatsbibliothek am Potsdamer Platz. Auch der Potsdamer Platz in Schwarz-Weiß als leerer Nicht-Ort, zerteilt von der Mauer, inmitten der Stadt spielt eine wichtige Rolle im Film.

  • Weltrestaurant Markthalle in Kreuzberg

Weniger poetisch sondern eher lakonisch und mit typisch Berliner Schnauze: das Lebensgefühl zu Mauerzeiten in Kreuzberg im Film „Herr Lehmann“. Seine Kneipe gibt es wirklich in der Pücklerstraße 34. Im „Weltrestaurant Markthalle“ kann man immer noch leckere Schnitzel essen.

  • Rummelsburger Bucht

Romantisch gefärbt ist das Ost-Berliner Leben zu Mauerzeiten im DEFA-Klassiker „Paul und Paula“. Wer wissen möchte, wo der Kahn mit dem Paar entlang fuhr, findet an der  Rummelsburger Bucht den richtigen Ort – sogar mit einer Paul und Paula-Bank, die einen herrlichen Blick auf das Gewässer bietet.

  • Potsdamer Platz

Kein Drehort im klassischen Sinne – aber hier finden jedes Jahr die Internationalen Filmfestspiele statt. Im Februar werden wieder die großen Stars auf dem roten Teppich sein, und in den Kinos Filme aus der ganzen Welt laufen. Wer dabei sein will: Der Berlinale-Blog von visitBerlin begleitet die Berlinale und erzählt täglich neue Geschichten vom Festival.

Detaillierte Infos zu weiteren Drehorten gibt es auf visitBerlin.de

 
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Über diesen Autor

Kristin Buller

ist Content-Redakteurin bei visitBerlin und leidenschaftliche Berlinale-Gängerin. Schon 1990 hat es ihr der Film Conte d'Eté von Eric Rohmer angetan – seither hat sie nur ein einziges Mal das Filmfestival verpasst. Am meisten freut sie sich auf asiatische Filme und hat ein Faible für Stummfilme und Screwball Comedies (daher oft in der Retro). Kristin schreibt über die Filmmetropole Berlin – die Großstadt vor und hinter den Kulissen.

 

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