Die 11 + 1 vermutlich unbekanntesten Orte Berlins

Skywalk Marzahn © degewo, Foto: Catrin Bach

Skywalk Marzahn © degewo, Foto: Catrin Bach

 

Sie kennen schon jeden Winkel in Berlin? Lassen Sie sich von uns die wirklich verborgenen Orte zeigen! Denn manche Orte in Berlin wollen erst gefunden werden. Sie liegen abseits großer Wege, sind versteckt in unscheinbaren Gebäuden oder wirken auf den ersten Blick so belanglos, dass wir an ihnen vorbei laufen. Dabei erzählen sie von der Vergangenheit dieser Stadt oder eröffnen ganz neue Blickwinkel auf sie.

Drachenberg © visitBerlin, Foto: Janine Blechschmidt

Drachenberg © visitBerlin, Foto: Janine Blechschmidt

Der Drachenberg in Charlottenburg-Wilmersdorf

99 Meter hoch ragt der Drachenberg über den Grunewald – und steht doch im Schatten seines Nachbarn, dem bekannten Teufelsberg. Von einigen Berlinern wird er dennoch geschätzt, denn auf seinem baumfreien Plateau können sie bei Herbstwind ihre Drachen in den Himmel steigen lassen.

Das ehemalige Glühlampenwerk Narva in Friedrichshain-Kreuzberg

Während die Fahrgäste am Bahnhof Warschauer Straße den Narva-Turm und seine Glaskonstruktion im Augenwinkel wahrnehmen, liegen die Backsteinhöfe für viele im Verborgenen. Vor mehr als 100 Jahren wurde das Areal zur sogenannten Lampenstadt, die zu DDR-Zeiten mehr als 5.000 Beschäftigte zählte. Der Narva-Turm war übrigens das erste Hochhaus Berlins!

Der Gedenkort Rummelsburg in Lichtenberg

Spaziert man heute am idyllischen Ufer der Rummelsburger Bucht entlang, erahnt man kaum die Vergangenheit dieses Ortes. Der Gedenkort Rummelsburg erinnert an das einst größte deutsche Arbeiterhaus und spätere Männergefängnis der DDR. 21 Stelen zeigen ausgewählte Biographien der Inhaftierten.

Skywalk Marzahn © degewo, Foto: Catrin Bach

Skywalk Marzahn © degewo, Foto: Catrin Bach

Der Skywalk in Marzahn

Als Gratis-Aussichtspunkt ist er ein echter Geheimtipp – vorausgesetzt, seine Besucher sind schwindelfrei! Aus 70 Metern Höhe blicken die Gäste der Plattform Skywalk von einem Marzahner Hochhaus auf die Innenstadt und auf das Brandenburger Umland.

Die Lesebühne Brauseboys in Mitte

Pssst! Donnerstag ist Vorlesetag! Denn dann laden die Brauseboys in den Wedding, zu einem unterhaltsamen Abend voller Literatur und Satire.

Der Geigenbauer Jakob Motter in Neukölln

Von der Geige über das Cello bis zum Kontrabass: Jakob Motter hat eine Leidenschaft für Streichinstrumente. In seiner Werkstatt im Reuterkiez kann man die handgefertigten Stücke bestaunen und auf Wunsch auch mieten.

Die Litfaßsäule vor dem MachMit! Museum in Pankow

Das MachMit! Museum in Pankow ist den meisten kleinen und vielen großen Berlinern bekannt. Aber auch die Litfaßsäule vor dem Gebäude lohnt einen zweiten Blick: Die bunten Plakate wurden im Rahmen eines Ferienworkshops von den Kindern der Nachbarschaft gestaltet.

Die Osterquelle am Schildower Weg in Reinickendorf

Sie ist die letzte frei sprudelnde Quelle Berlins – und leicht zu übersehen! Versteckt in einer Senke transportiert die Osterquelle etwa sieben Liter Wasser pro Sekunde und hat ganzjährig eine Temperatur von etwa 9 Grad Celsius.

Ulis Museumsladen © visitBerlin, Foto: Philip Koschel

Ulis Museumsladen © visitBerlin, Foto: Philip Koschel

Ulis Museumsladen in Spandau

In Hakenfelde kennt man Uli Feick und seinen Fahrradladen. Doch auch die Berliner aus den elf anderen Bezirken sollten dem sympathischen Inhaber einen Besuch abstatten, denn in seinem Spandauer Geschäft werden historische Drahtesel in einem kleinen Museum ausgestellt und Liebhaberstücke mit Originalteilen repariert.

Die Philologische Bibliothek in Steglitz-Zehlendorf

Lord Norman Foster entwarf diese Bibliothek, in der vor allem Studenten der Freien Universität in den Büchern stöbern. Besucher können das beeindruckende Bauwerk entweder im Rahmen einer öffentlichen Führung oder individuell mit einem Audio-Guide erkunden.

Die Trabrennbahn Mariendorf in Tempelhof-Schöneberg

Vor mehr als 100 Jahren wurde die Trabrennbahn Mariendorf feierlich in Betrieb genommen. An den Renntagen finden mehr als 5.000 Besucher auf der Tribüne Platz – oder suchen sich ein Plätzchen unter den großen Kastanienbäumen und picknicken.

Der Schaumschläger in Treptow-Köpenick

Mit Rasierpinsel und Messer geht es den Kunden im Schaumschläger an den Bart. In dem stilvollen Rasiersalon von Thomas Kurzweg, eingerichtet mit schweren Ledersesseln und dunklen Holzmöbeln, können sich Männer verwöhnen lassen.

Diese zwölf unbekannten Orte finden Sie in unserer kostenlosen App Going Local Berlin. Dort stellen wir Ihnen rund 700 persönliche Kiez-Tipps in allen zwölf Bezirken vor.

 
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Über diesen Autor

Allyn Wetendorf

hat Herz und Heimat in Berlin, schon immer. Beine baumelnd sitzt sie am liebsten an der Rummelsburger Bucht und träumt von ihrem eigenen Hausboot. Mit dem schippert sie dann durch die Kanäle der Hauptstadt, hört Clubmusik vom Strand oder entdeckt einen verlassenen Vergnügungspark. Am Ende gibt es für sie nur den einen Hafen: Berlin.

 

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Kommentare

  • LadewigAntworten

    Wunderschöne Beschreibungen von Berlich, die ich als West-Berliner nicht kenne. Jetzt wo wir überall hinkommen sind solche Beschreibungen . Ich lebe seit langem im Vogtland fahre aber 2 mal jährlich in die alte Heimat und freue mich immer wieder was neues zu entdecken. DANKE Euch und eurem Team.

     
    12/03/2017 | 11:38
  • AndreasAntworten

    Sehr interessant, aber nochmehr Infos z.B. ob man das Glühlampenwerk auch noch besichtigen kann, wäre gut. Trotzdem habe ich jetzt zwei - drei Anregungen für meinen nächsten Berlinbesuch mitgenommen.

     
    29/12/2015 | 13:25
  • ValentinAntworten

    Wenn ich mich nicht irre, war der Borsigturm das erste Hochhaus Berlins...

     
    09/12/2015 | 20:07