Ein Instawalk zu T-Rex Tristan

© visitberlin, Foto: M. Schuleit

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Ein Ungeheuer und ein fast menschenleeres Museum – Das sind die Zutaten für unseren Instawalk im Museum für Naturkunde, bei dem Instagramfotografen die Gelegenheit haben eine besondere Location zu fotografieren. Ich darf sie dabei begleiten und bin gespannt – denn Tristan, das Monster aller Monster, erwartet uns bereits.

Die Schatten sind lang, das Treppenhaus verwaist, die Schritte hallen laut in den schummrigen Weiten der menschenleeren Ausstellungsräume. So fühlt sich also ein Instawalk in einem empty place an denke ich, als wir durch den Seiteneingang in das Museum für Naturkunde eintreten, Treppen rauf und runter steigen und schließlich an dem riesigen Skelett des Brachiosaurus brancai vorbeieilen. Denn unsere eigentliche Mission gilt heute nur dem Tyrannosaurus Rex Tristan Otto.

Tristans Originalschädel wiegt fast 200 kg und muss deswegen extra präsentiert werden ©visitberlin, Foto: D. Häner

Tristans Originalschädel wiegt fast 200 kg und muss deswegen extra präsentiert werden ©visitberlin, Foto: D. Häner

Allein mit dem Super-T-Rex

Und da ist er auch schon. In einem extra Ausstellungsraum befindet sich nichts außer dem Urzeitgiganten und seinem urzeitlichen Schatten. Im Licht der Ausstellungsräume schimmern und glänzen seine schwarzen Knochen metallisch. Sein Maul ist weit aufgerissen und die scharfen Zähne sehen aus wie von Steven Spielberg persönlich arrangiert. Sie ähneln dem Gebiss eines Haies und ich erfahre, dass sie beim Zubeißen eine Wucht von bis zu 5 Tonnen erreichen konnten. Der T-Rex hatte damit den stärksten Biss aller Zeiten und es erstaunt nicht, dass sein Schädel und seine Zähne zu schwer waren um sie auf das Skelett zu montieren. Stattdessen werden sie in einer extra Vitrine ausgestellt – Zum Glück, wie ich finde. Denn so kann ich Tristans Kopf aus nächster Nähe begutachten. Eine Museumsmitarbeiterin erklärt mir außerdem, dass die faszinierende dunkle Einfärbung des Skeletts von der Mineralienzusammenstellung seiner Versteinerung herrühren muss und ich staune über den Erfindungsreichtum der Natur, die ein dermaßen furchteinflößendes Ungetüm erst erschuf und dann wieder in solch schrecklicher Schönheit erstarren ließ.

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Tristans Skelett besteht aus 300 Knochen – 170 davon sind original © visitBerlin, Foto: M. Schuleit

Das besterhaltene Originalskelett in Europa

Natürlich gibt es auch ein paar harte Fakten zu Tristan Otto: Sein Skelett ist außergewöhnlich gut erhalten und das derzeit einzige originale in Europa. Außerdem ist er unfassbare

  • 66 Millionen Jahre alt,
  • wurde 2010 in Montana gefunden,
  • ist etwa 12 Meter lang,
  • und ungefähr 4 Meter hoch.

Dass Tristans Ausmaße gigantisch sind wird mir besonders deutlich, als ich vor bzw. unter ihm stehe. In diesem Moment bin ich überwältigt und male mir aus, wie gut ich in sein Maul passen würde. Das und vieles mehr kann sich ab jetzt auch jeder andere Museumsbesucher vorstellen, denn die Saurier-Leihgabe wird für mindestens 3 Jahre unter dem Motto „Berlin zeigt Zähne“ in Berlin zu sehen sein.

Forschungsobjekt und Ausstellungsstück

Gleichzeitig soll der Superdino weiter erforscht werden. Der Clou daran: der Zuschauer kann der Ausstellung beim Wachsen zusehen, denn mit jeder neuen Erkenntnis wird auch die fantastisch umgesetzte multimediale Begleitinformation im Ausstellungraum ergänzt. Bei den Forschungsschwerpunkten handelt es sich um verschiedene Themenbereiche, unter anderem möchte das Museum herausfinden warum genau Tristans versteinerte Knochen so schwarz sind, wie sein Lebensraum aussah oder welches Klima zu seiner Lebenszeit herrschte. Außerdem soll geklärt werden, ob es sich bei dem Riesendino um ein Männchen oder ein Weibchen handelt. Der Name Tristan Otto folgt da nämlich keiner Regel – der stolze Käufer Niels Nielsen benannte den T-Rex schlicht nach seinem eigenen Sohnemann.

P.S. Alle Fotos zu unserem Instawalk gibt es unter den Hashtags #berlinzeigtzähne, #visit_berlin_instameet,  #visit_berlin auf Instagram und Twitter.

 
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Über diesen Autor

Maxi-Lena Schuleit

Kentucky, Paris, Lissabon. Das sind nur einige Stationen auf der Reise der Weltenbummlerin. Doch nur eine Stadt konnte ihr Herz erobern und festhalten - und das ist natürlich Berlin. Denn nirgendwo sonst kann man so schön mit dem Fahrrad in der Abendsonne am Kanal entlang brausen oder auf der Schaukel über die Häuserdächer am Mauerpark schwingen. Mit offenen Augen die Stadt erkunden -  Das ist auch ihre Mission für den Blog.

 

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